Dienstag, 27 Juli, 2010
Caromb im Vaucluse - Monotypie
In Caromb war die romanische Kirche Saint Maurice bei unserem Besuch leider geschlossen. Die Monotypie oben ist nach einer Skizze vor Ort entstanden.
Donnerstag, 15 Juli, 2010
Nicht verpassen: Eva Pietzker stellt in Bietigheim-Bissingen bis zum 27.Juli Druckgrafiken aus!

Ausstellungstip für regionale Leser:Eva Pietzker stellt ihre nach japanischer Tradition gedruckten Holzschnitte noch bis zum 27.Juli in der Galerie am unteren Tor in Bietigheim-Bissingen aus.
Dienstag, 13 Juli, 2010
Die Edition Handdruck war wieder einmal unter den Besten des Tages! Waiting for Payday!
Waiting for Payday by editionha
TBA oder Todays Best Award heisst so etwas auf Zazzle. Das passiert mir derzeit mit schöner Regelmäßigkeit. Zazzle (Link zum Shop der Edition Handdruck) explodiert förmlich. Die Möglichkeit mit geringem Aufwand personalisierte Produkte nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere verfügbar zu machen, lockt immer mehr Nutzer mit unterschiedlichsten Interessen und gestalterischen Voraussetzungen an. Der Wettbewerb scheint brutal. In den vergangenen 12 Monaten ist die Anzahl der angebotenen Produkte um 50% gestiegen von ca. 20 Billionen auf über 30 Billionen (ja wirklich Billionen, kein Witz oder nur Millionen!). Immer mehr professionelle Graphikdesigner aus aller Welt nehmen die angebotenen Möglichkeiten wahr. In diesem gigantischen Warenstrom hat die Edition Handdruck zum wiederholten Male eine Auszeichnung gefischt. Let`s celebrate, der nächste Zahltag kommt bestimmt!
Donnerstag, 01 Juli, 2010
Mein Museumstagebuch (ist voll)
Seit 2006 führe ich ein Museumstagebuch. Im Prestel Verlag ist 2005 ein Buch erschienen, in dem man zu insgesamt 32 Museumsbesuchen auf jeweils 4 Seiten Notizen anlegen kann. Neben Feldern für die Veranstaltungsdaten wird versucht, über Stichworte zur Ausstellung und Umgebung den Nutzer zu einer weitergehenden Erschließung des Gesehenen und Erlebten anzuregen. Für mich waren diese Anregungen sehr nützlich und ich bedaure, daß dieses Buch bisher nicht neu aufgelegt wurde. Allerdings verfügt der Verlag, wie ich höre, über Restexemplare,die über den Buchhandel bezogen werden können.
Zwar wird man gelegentlich seltsam angesehen, wenn man mit Notizbuch und Stift durch eine Ausstellung geht, aber es lohnt sich. Zum einen ist es schön, später noch einmal durch die eigenen Notizen zu lesen und die Eintrittskarten und Flyer zu betrachten. Gleichzeitig entwickelt man automatisch eine "gehaltvollere Art" des Museums- oder Ausstellungsbesuches. Das Aufschreiben der Gedanken, Eindrücke Anregungen etc. führt zu einer weitergehenden Verarbeitung und damit zu größerem Nutzen. Ich wünschte, ich hätte schon sehr viel früher solch ein Tagebuch geführt, denn die Erinnerung an einige Ausstellungen von ganz herausragender Qualität und mit Exponaten, die man so nur einmal im Leben zu sehen bekommt, verblasst leider mit der Zeit .
Mittwoch, 23 Juni, 2010
Ernst Ludwig Kirchner und die Bergidylle in Waiblingen
Am letzten Öffnungstag hatte ich Gelegenheit, die Ausstellung : "Ernst Ludwig Kirchner - Erlebnis der Berge" im Museum Stihl in Waiblingen zu besuchen. Zu sehen waren Exponate des E.L.Kirchner Museums in Davos aus der Zeit ab 1918, vornehmlich Arbeiten auf Papier (Drucke, Zeichnungen, Skizzen), eine Serie von schwarz-weiß Fotografien, sowie ein Ölbild.
Kirchner war damals aus gesundheitlichen Gründen in die Schweiz gezogen und lebte dort in der Nähe von Davos. Die Ausstellung auf relativ kleinem Raum zeigte einen sehr heterogenen Ausschnitt aus dem Werk Kirchners, nicht nur hinsichtlich der angewendeten Techniken, sondern auch in der Qualität.
Starke Arbeiten und leider reichlich schwache, teilweise amateurhaft aquarellierte Zeichnungen wurden bunt gemischt dargeboten. Den qualitativ besten Eindruck hat bei mir eine Reihe von sehr schönen Holzschnitten hinterlassen. Auch die von Kirchner aufgenommenen Fotografien waren sehenswert, während die Lithographien und Radierungen wenig überzeugend waren.
Die Exponate gaben ein beredtes Zeugnis davon, dass sich Kirchner in seinem Schweizer Refugium zwar gegen den Verlust seiner künstlerischen Fähigkeiten gewehrt hat, aber letztlich diesen Kampf tragischer Weise verloren hat.
Die im Gegensatz dazu aufgesetzte Art und Weise der Präsentation im Museum Stihl wurde von mir als sehr irritierend empfunden. Anstatt die verzweifelte Situation des physisch wie psychisch schwer angeschlagenen Künstlers zu würdigen oder auch nur anzudeuten, versuchte die Ausstellung Kirchner ganz im Sinne seiner eigenen, selbst noch in Tagebüchern aufrecht erhaltenen Selbst-Inszenierung, als das durch Krankheit geläuterte und durch die Idylle der Bergwelt und das einfache Leben der Bauern zu erneuter Blüte inspirierte Künstlergenie darzustellen. Vergessen und ausradiert sind da die Schrecken des Krieges, die Krankheit und Drogensucht. Der tragische Selbstmord des Künstlers im Jahr 1938 wirkte vor dem Hintergrund der "cleanen" Ausstellung völlig unpassend und geradezu grotesk. Da lebt jemand im Paradies und erschießt sich dann, weil alles so schön ist?
Die Wände des Ausstellungsraums waren mit Zitaten von Kirchner über Kirchner dekoriert, so z.B: „Schon die ersten (…) Holzschnitte, die Kirchner 1917 machte, zeigen deutlich, dass der Künstler in den Bergen und ihren Bewohnern einen seiner Begabung würdigen Gegenstand gefunden hatte (…). „ Wohlgemerkt, dies ist was Kirchner, der Großstädter, zehn Jahre nach seinem Umzug über seinen "Neuanfang" in der Schweiz über sich selbst schreibt. Man darf sehr wohl annehmen, dass Kirchner sich im Klaren über seine Situation als Mensch und Künstler gewesen sein muss. Nichts anderes kann ihn dazu veranlasst haben, solche beschönigenden Statements über sich selbst abzugeben.
In dem zur Ausstellung erschienenen Katalog ist das mir unverständliche Bemühen, das Klischee vom Künstlergenie im Bergidyll aufrecht zu erhalten, nachlesbar dokumentiert. Hier eilt der Künstler von einem schöpferischen Höhepunkt zum anderen, eignet sich die Bergwelt und das karge Leben seiner Bewohner genial an und schafft Meisterwerke in Reihe. Dann im Jahre 1938, so die lapidare Zeittafel, „steigert sich die Angst vor einer deutschen Invasion ins Paranoide. (..) Am 15. Juni erschießt er sich.“ Die heilsame Macht des von Kirchner beschworenen Bergidylls versagt urplötzlich ohne jede Ankündigung?
Nach meiner Auffassung hätten sowohl der Künstler als auch das Publikum eine tiefer gehende und glaubwürdigere Aufarbeitung des Themas verdient. Den letzten Lebensabschnitt dieser herausragenden Künstlerpersönlichkeit, die letztlich von den Grässlichkeiten des ersten Weltkrieges physisch und psychisch zerstört wurde, als fröhlichen Höhepunkt des Schaffens in der Bergwelt darzustellen, erscheint mir mehr als fragwürdig. Schade, hier wurde meines Erachtens eine Chance vertan. Warum und Wozu ?
Mittwoch, 19 Mai, 2010
Dominique Goblet - Kurzportrait auf Arte-TV
Auf Arte-TV ist ein Kurzportrait der belgischen Künstlerin Dominique Goblet zu sehen. Am 22. Mai erscheint ein Buch von Dominique Goblet und ihrer Tochter Nikita Fossoul mit dem Titel "Chronographie". Dieses Buch ist ein weiteres Langzeit Projekt der belgischen Künstlerin. Über zehn Jahre haben Tochter und Mutter gegenseitig Portraits von einander gezeichnet. (Link zu einem früheren Beitrag über Dominique Goblet)
Montag, 10 Mai, 2010
Werkstatt - Innenansichten einer Gewerbebrache (2)
In der zweiten Ansicht dreht sich der Blick nach außen wobei ein Gebäudeteil durch die Fenster im Blick nach draußen sichtbar wird. Abgesehen von der eigenartigen Atmosphäre des Ortes hat mich vor allem die graphische Wirkung der entleerten Räume angeregt, eine kleine Serie von Monotypien anzufertigen. Diese Arbeiten sind nach Fotografien entstanden, wobei die Farbe ohne Vorzeichnung frei auf der Glasplatte aufgetragen wird.
Die Verbindung dieses Ortes mit der Geschichte, insbesondere der Baugeschichte, der Ortschaft reicht weit zurück in die Vergangenheit. Die Farbigkeit der Drucke ist an die Farbe des Bundsandstein im alten Steinbruch angelehnt. Der Schwebezustand der Brache ist wahrscheinlich auch deshalb so reizvoll, weil dies meistens die Keimzelle zu etwas Neuem ist. Brache ist nicht nur das Ende einer Nutzung, sondern gleichzeitig immer das Potenzial für etwas Neues. Brache ist so gesehen ein Raum der zur kreativen Gestaltung einlädt.
Mittwoch, 05 Mai, 2010
Werkstatt - Innenansicht einer Gewerbebrache
Auf einem meiner Streifzüge durch die Landschaft ergab sich die günstige Gelegenheit zu einem Abstecher in den Bereich des "Urban walking" oder der "Urban exploration". Eine interessante Gewerbebrache, bisher immer durch ein Tor abgesperrt, war plötzlich zugänglich und lockte mit fetter Beute. Vermutlich sind in zwanzig Minuten die letzten photographischen Aufnahmen eines eng mit der Geschichte der Stadt Maulbronn und dem Kloster verbundenen Gewerbestandortes vor der Umnutzung bzw. Totalrenovierung entstanden. Diese Stoffsammlung wird zu einer Kleinserie von Monotypien von Innenansichten einer Werkstatt verwendet. Das erste Blatt von insgesamt 4-5 Blättern wird hier gezeigt.
Sonntag, 02 Mai, 2010
Unterschlupf aus Legesteinen - das Borie im Luberon,Provence
Borie nennt man die aus Steinen aufgesetzten kleinen oder größeren Bauten, die man in verschiedenen Gegenden Frankreichs findet, unter anderem auch in der Provence. Eine der bekanntesten, größeren Siedlungen aus derartigen Legesteinbauten findet man in der Nähe von Gordes.
Über das Alter dieser einfachen Bauwerke mit selbsttragenden Gewölbedecken streiten sich die Gelehrten. Die heute noch vorhandenen Bories dürfen aus den 17./18. Jh stammen. Die Grundrisse varieren von kreisrund über rechteckig bis hin zu unregelmäßigen zusammengesetzten Formen.
Vermutlich wurden die meisten, so wie dieses ca. 3,5 Meter hohe einzeln stehende Borie, als Unterschlupf für Schafe und Maultiere aber auch für die Schäfer selbst errichtet. Daneben gibt es Bories, die als Vorratsraum oder als Brunnenhäuser genutzt wurde. Größere und zusammenhängende Boriessiedlugen, wie bei Gordes zu sehen, dienten auch dem dauerhaften Aufenthalt von Menschen.
Mittwoch, 21 April, 2010
Das kann doch alles nicht wahr sein! Graf Dracula lebt - das letzte aus Onkel Herbert's Hobbykeller oder der singende Teekannenwärmer
War das, ist das oder kann das Kunst sein? Herr Bäcker bitte ans Seniorentelefon! Unbedingt geniessen solange der Vorrat reicht.
Sonntag, 18 April, 2010
Saint Pierre, Pierreue - romanische Kapelle am Rande der Montagne de Lure
Am Ortsrand der kleinen Ortschaft Pierrerue unweit von Sisteron, liegt die die romanische Kapelle Saint Pierre am Rande der Montagne de Lure. Im Westen liegt das Tal der Durance und dahinter erheben sich die Berge des Luberon. Der Spaziergang durch die heissen, steinigen Felder und das Blau des provencalischen Himmels sind mir noch gut im Gedächtnis. Die Kapelle ist verschlossen. Laut Reiseführer (Im Land der tausend Kapellen, Günther Philipp,ISBN 3-87297-141-7) ist die kleine Kapelle ein seltenes Beispiel des "premier art roman".
Die Monotypie,die den Blick von Westen auf die Kapelle Saint Pierre zeigt, ist als Postkarte erhältlich.
Mittwoch, 14 April, 2010
Ratschläge für Raucher
Neu in der Edition Handdruck erschienen: Der amtliche Ratgeber für Raucher. Auf 18 Seiten ist klar und prägnant alles, was der Raucher wissen muss, zusammengefasst.
Diese Perlen der Weisheit stehen nun jedermann/frau zur Verfügung. Das Angebot ist allerdings knapp: nur 3 Unikatexemplare. Jetzt zuschlagen und bestellen für nur € 3.99 zzgl. Porto bevor es zu spät ist, was immer das für Sie heissen mag.
Dienstag, 13 April, 2010
Langsam wird es Zeit für den Frühling!
Aus Protest gegen die neueste Abkühlung trage ich bereits Kurzarmhemden, bisher ohne jeden Erfolg. Blumensträuße vom Markt, aus dem vergangenen Jahr, werden jetzt zum Frühlingssurrogat (auch als Postkarte erhältlich).
Montag, 05 April, 2010
Warum sind Sie kreativ Herr Baselitz?
Hermann Vaske beliefert das von verschiedenen Blogschreibern so gescheit abgeurteilte Portal von 2010Lab. Herr Vaske hat vielen bekannten Leuten über Jahre hinweg die gleiche Frage gestellt: Warum sind Sie kreativ?
Die Antworten oder besser gesagt die Reaktionen auf diese Frage sind unterschiedlich, aber immer sehr erhellend. Die Reaktion von Georg Baselitz hat mir gut gefallen.
Mittwoch, 31 März, 2010
Anleitung zum Drucken von Monotypien auf Scribd
Hier eine kurze Anleitung für Leser, die sich für die Technik der Monotypie interessieren
Donnerstag, 25 März, 2010
Saint Siffrein, Carpentras - Provence
Nachdem unter anderm auch die Front der beeindruckenden Kathedrale Saint Siffrein in Carpentras gereinigt wurde, leuchtet dieser Bau in der Stadtmitte und bestrahlt den zentralen Platz mit reflektiertem Licht.
Sonntag, 21 März, 2010
Malbuch Drinnen und Draußen - Atelier und Kloster Maulbronn
Unter dem Arbeitstitel "Drinnen und draußen" habe ich ein Malbuch im Format 35X50 cm begonnen. Zunächst wurden Monotypien im Atelier gedruckt, die anschliessend draußen mit Tusche und Guache überzeichnet werden.
Sonntag, 14 März, 2010
Provence Monotypie - Sainte-Margeruite
Sainte-Marguerite ist ein kleiner Weiler am Fusse des Mont Ventoux. Wir besuchten dieses abgelegene Dorf mit nur wenigen Häusern, um die kleine romanische Kapelle aus dem 11.Jh mit gleichem Namen zu besuchen. Die enge Straße endet hier als Sackgasse unterhalb der Felsen und Geröllhalden. Am Himmel zogen graue Wolkenformationen von Wind getrieben vorüber und die Sonne tauchte die Häuser nur gelegentlich in dramatisches Licht.
Samstag, 06 März, 2010
Notre-Dame d' Aubune - Provence
Die kleine romanische Kirche Notre-Dame d'Aubune am Fuße des des Montmirail, liegt unweit der Strasse D7 von Beaume de Venise nach Vacqueyras. Der Bau stammt aus dem 12.Jahrhundert, der eigenartige Kirchturm ragt aus den Bäumen und Gebüsch hervor.
Dienstag, 02 März, 2010
Fürst Pückler Illustrationen auf Reisen

Anlässlich des 225. Geburtstage des Fürsten Pückler-Muskau wird eine Sonderaustellung mit dem Titel "Pückler usw., usw. - Rezeption, Vermarktung, Kult" im Rittersaal im Neuen Schoss Bad Muskau eröffnet. Die Ausstellung wird im Zeitraum vom 5.Mai bis 5. November 2010 zu sehen sein. (link Muskauer Park
Sechs der kleinen Illustrationen zu Graf Pücklers Aufenthalt in Arles sind zur Ausstellung ausgeliehen und nach Bad Muskau gereist. Ich freue mich sehr über das Interesse der Parkverwaltung an diesen Arbeiten, die nun für eine längere Zeit im Rahmen der Sonderausstellung in Bad Muskau zu sehen sein werden.
Die Begegnung mit Fürst Pückler ist meinem Interesse an der Provence geschuldet. Bei der Recherche über historische Reiseberichte über die Provence bin ich auf die Aufzeichungen des jungen Grafen gestoßen. Die Bekanntschaft mit dem leidenschaftlichen Landschaftsgärtner fügte sich dann ganz natürlich in mein Interesse an Landschaftsbildern ein.
Jetzt gibt es wirklich genug Anlass, die schon lange geplante Studienreise in den Landschaftspark Bad Muskau zu unternehmen. Bis dahin ist die Lektüre von Pücklers Andeutungen über Landschaftsgärtnerei und den Tagebüchern eines Verstorbenen voranzutreiben.










