Juli 2008
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Donnerstag, 31 Juli, 2008
Spaß beim Schafskopf - Monotypie
In dieser Monotyie- Übung sind verschiedene Methoden miteinander kombiniert. Verwendet habe ich dabei "Materialien" in unmittelbarer Reichweite des Arbeitstisches.
Donnerstag, 24 Juli, 2008
Vom Blog zur Webseite
Längere Zeit bin ich nun ohne statische Webseite ausgekommen. Aber bestimmte Inhalte wie z.B. Bildserien/Portfolios lassen sich doch kompakter und eindrücklicher in einer statischen Webseite darstellen. Irgendwo habe ich einen Hinweis auf Indexhibit.org aufgeschnappt und habe angefangen damit zu experimentieren. Tatsächlich erweist sich diese Software als sehr cleveres Werkzeug, um eine Webseite ohne großen Aufwand aufzubauen und zu pflegen. Meine Webseite wird gewissermaßen diesem Blog untergeordnet und ist in Entwicklung zu sehen unter www.edition-handdruck.de/web.
Montag, 14 Juli, 2008
Soll man die Kunstzeitung lesen ?
Die meisten Kunstzeitungen sind ein Graus angefangen von Art,Monopol oder wie sie sonst noch heissen. Auch die Kunstzeitung ist ein Blättchen das fleissig in jeder Ausgabe ein paar neue Schweinderl durchs Dorf treibt und dazu "Hossianna - kreuziget ihn(sie) !" skandiert. Jedesmal, wenn ich eine Ausgabe in einem Museum mitnehme, habe ich das Gefühl das alles schon einmal gelesen zu haben nur mit anderen Namen.
Irgendwas wirklich substantielles findet man fast nie. Und um das fast geht es in diesem Beitrag. Es war einmal vor einem Jahr oder länger da gab es eine kleinen Beitrag über den Zeichner Rudolf Schönwald. Schönwald, Jahrgang 1928, hat ab 1985 über 100 Zeichnungen (Fettkreide und Bleistift)von alten Industrieanlagen hauptsächlich Kohleschachtanlagen in Belgien angefertigt. 67 Zeichnungen wurden in einem sehr schönen Katalogband "Schrei der Metalle,Industriekathedralen" im Verlag Pustet herausgegeben. Enthalten sind darüberhinaus zwei gut geschriebene Texte und ein Lebenslauf. Aus meiner Sicht ein wunderbares Buch für alle, die sich für Zeichnung begeistern.
Seither hoffe ich, immer mal wieder so etwas interessantes in der Kunstzeitung zu finden. Wenn das passiert werde ich auf jeden Fall hier darüber schreiben, wahrscheinlich in 2-3 Jahren oder so.Sonntag, 13 Juli, 2008
Istanbul - Monotypie in Ölfarbe
Den gestrigen Abend habe ich den letzten Eindrücken aus der Stadt Istanbul gewidmet. Eine kleine Skizze aus dem Frühjahr diente als Vorlage zu dieser Monotypie im Format 50X35 cm. Um die Sache locker anzugehen, habe ich das Skizzenbuch
auf den Kopf gestellt. Bilder die auf diese Weise erarbeitet werden haben eine ganz eigene Qualität,die man bei "normaler" Sicht der Dinge nicht zustande bekommt.
Samstag, 12 Juli, 2008
Plateau de Vaucluse
Diese Kohlezeichung ist vor einigen Jahren auf einem Balkon des Mas des Gres in der Nähe von Lagnes in der Provence entstanden. Der Blick von dort geht hinüber zum Plateau de Vaucluse. Auf den spaltigen Felsen ist der Boden sehr karg und so wächst dort nur die Garrigue und ein schütterer Pinienwald.Montag, 07 Juli, 2008
Independent collectors - oder wo sind die Kunstsammler ?
Als Künstler fragt man sich nicht nur gelegentlich, sondern ganz professionell, wo sind die Sammler ? Eine Antwort darauf könnte in Zukunft lauten : bei den "Independent Collectors" . Eine interessante Idee ist es schon, einen Sammlerclub im Internet ins Leben zu rufen. Ich bin gespannt was daraus wird. In der Regel sind Sammler eher Einzelgänger und lassen sich ungern in die Karten schauen, hinzu kommen die Risiken des Datenschutzes, die ebenfalls nicht zu unterschätzen sind.
Das Angebot wird ganz sicher eher junge Leute,die mit dem Sammeln beginnen ansprechen,was ich für eine sehr gute Sache halte. Abgesehen von den genannten Schwierigkeiten kann man sich mit etwas Phantasie sehr wohl den Nutzen für Sammler vorstellen. Bemerkenswert erscheint mir, daß der Stellenwert von Galerien auch von den jungen Machern offensichtlich noch sehr hoch angesetzt wird.
Im derzeitigen Zustand des traditionellen Kunstbetriebes, der vom Künstlerstar und dem Erhalt des Starsystems lebt, müssen Galerien die Exklusivität Ihres Angebotes wahren. Das heisst alle anderen Künstler und das sind die meisten, die nicht innerhalb des Exklusivmarkts verwertet werden sollen, müssen wirksam vom Zugang ausgeschlossen werden.
Schlaue Sammler sind gut für Künstler und gerade für diejenigen ohne Galerievertretung. Neuer Schwung im Kunstmarkt kann aus meiner Sicht aus einem engeren, direkten Kontakt zwischen Sammlern und Künstlern selbst entstehen d.h. beim Blick über den begrenzten Tellerrand der Galerien hinaus. Sonst bleibt alles beim alten.
