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Samstag, 11 April, 2009
Graf Pückler als Tourist in Arles
Ein kleines Künstlerbuch, das sich mit Graf Pückler befasst, ist fertig gestellt:
Hermann
Graf von Pückler
Ein Auszug aus den Jugendwanderungen
Tagesnotiz
vom 12. September 1809
Gestaltung, 6 monchrome Illustrationen , Nachwort
Edition Handdruck
Schrift
: Vollkorn
Friedrich Althausen
99423 Weimar
Laserdruck auf
Hahnemühle Bamboo 105 gr/qm
Format A5, 24 Seiten
Preis: €
7,50 + Porto
Ende 1809 begann der 24-jährige, ehemalige Offizier der Garde du Corps zu Dresden seine Reiseerlebnisse, die aber erst mehr als zwei Jahrzehnte später (1835) unter dem Titel "Jugendwanderungen" publiziert wurden, in Marseille aufzuzeichnen.
Die Reise des jungen Grafen Pückler durch die Provence war ein Abschnitt einer ersten ausgedehnten Reise von drei Jahren bis zur Rückkehr nach Muskau 1810. Zuvor war Pückler schon längere Zeit in Süddeutschland und der Schweiz unterwegs gewesen, um dann zusammen mit seinem Weggefährten Wulffen auf einem Kahn, der spanische Truppen transportierte, von Lyon auf der Rhone bis nach Avignon zu reisen. Von dort führte der Weg, nach dem obligatorischen Abstecher zu den Fontaine de Vaucluse, über die traditionellen Stationen der Grand Tour Nimes und Montpellier nach Arles. Danach ging die Reise weiter über St. Remy und Orgon nach Marseille. Von dort schiffte man sich üblicherweise nach Italien ein.
Der Tag Mitte September in Arles verläuft eher enttäuschend. Der "tolle" Pückler erscheint noch als typischer Tourist, der weitgehend ausgetretene Pfade beschreitet. Für die Ereignislosigkeit des Tages entschädigt Pückler sich und den Leser mit einer umständlichen und reichlich verzierten Schilderung des provencalischen Stierkampfes. Diese geht nicht auf eigene Erlebnisse, sondern auf einen nicht namentlich genannten Gewährsmann zurück. Pückler hat demnach in Arles keinen einzigen Stierkampf gesehen, seine Beschreibung ist wahrscheinlich die Ausschmückung eines ihm als Reiselektüre vorliegenden Textes.
Später wird sich seine Reiselust zu voller Blüte entfalten und aus dem Touristen wird der rastlose Reisende, der nicht nur Eindrücke und Andenken sammelt, sondern letzlich in Folge der Reisen tiefgreifend verändert wird.
Im Vorwort zu den Jugendwanderungen bittet Pückler seine Leser um Nachsicht mit seinen Aufzeichnungen, die er nicht überarbeitet aber gekürzt hat, um "der Frische des Kolorits und der Naivität des jugendlichen Ausdrucks nicht zu schaden". Pückler war sich offensichtlich der Schwächen seiner ersten schriftstellerischen Versuche bewußt und wollte Enttäuschungen vorbeugen, insbesondere nach dem großen Erfolg seiner zuvor anonym veröffentlichten "Briefe eines Verstorbenen".Im Überblick auf den gesamten Lebenslauf scheint der 12. September 1809 im Leben des späteren Fürsten unbedeutend. Vielleicht ist es gerade die Ereignislosigkeit,der Kontrast zum ansonsten turbulenten Dasein des Fürsten Pückler, der veranlasst, hier innezuhalten und nachdenklich zu werden. Die Illustrationen zeigen sechs aktuelle, neuzeitliche Ansichten von Arles und Umgebung, sowie einige Architekturdetails aus dem Inneren des Rathauses und des Portals der Kathedrale St. Trophime.
Samstag, 28 März, 2009
Feria 2009 - unblutiger Stierkampf Course camarguaise
Als "Nebenprodukt" meiner Beschäftigung mit Fürst Pückler ist gestern abend ein Stierkampfplakat entstanden. Die Feria beginnen in diesem Jahr in Arles Angang April und die damit verbundenen Volksfeste sind ein besonderes Erlebnis. Ich bin kein Anhänger der blutigen Variante, sondern bestenfalls der unblutigen provencalischen Course camarguaise. Die Stiere werden nicht getötet, sondern können über mehrere Jahre an den Wettkämpfen teilnehmen. Der Ablauf ist im übrigen auch weitaus dynamischer wie diese Fotos zeigen
Toro mit Spätzle ist allerdings auch eine Spezialität der guten Küche im Mas des Gres.Samstag, 21 März, 2009
Montmajour in der Provence
Die Abbaye Montmajour mit dem angebauten Renaissance Schloß liegt nicht weit von Arles entfernt. In dieser Gegend hat sich der gute Vincent oft herumgetrieben und in sengender Hitze seine Bilder gemalt.
In den Räumen herrscht eine unvergleichliche Atmosphäre, wobei die Kirche und der Kreuzgang bei mir den stärksten Eindruck hinterlassen. Draussen fasziniert die Nekropole, die von Lucien Clergue 1955 in zeitlosen Schwarzweiss Photographien dokumentiert wurde. Vor fast genau einem Jahr habe ich zuletzt eine Monotypie mit einer Ansicht aus ähnlicher Perspektive (Blick aus dem Kreuzgang zum Schloss) hier veröffentlicht.
Mittwoch, 18 März, 2009
Arles - Monochrome Monotypie
Diese Monotypie im Din A4 Format ist gehört zu einer Serie über die Stadt Arles. Die Monotypien sollen als Illustrationen zu einem kleinen Buchprojekt Verwendung finden.
Hier ist ist der Place de la République mit Blick auf das Rathaus dargestellt.
Sonntag, 16 März, 2008
Eine Gasse in Arles,Provence - Monotypie in Ölfarbe
Sonntag, 02 März, 2008
St.Trophime, Arles - Monotypie in Ölfarben
Montag, 07 Januar, 2008
In den Strassen von Arles - eine Monotypie