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Donnerstag, 15 Juli, 2010
Nicht verpassen: Eva Pietzker stellt in Bietigheim-Bissingen bis zum 27.Juli Druckgrafiken aus!

Ausstellungstip für regionale Leser:Eva Pietzker stellt ihre nach japanischer Tradition gedruckten Holzschnitte noch bis zum 27.Juli in der Galerie am unteren Tor in Bietigheim-Bissingen aus.
Mittwoch, 23 Juni, 2010
Ernst Ludwig Kirchner und die Bergidylle in Waiblingen
Am letzten Öffnungstag hatte ich Gelegenheit, die Ausstellung : "Ernst Ludwig Kirchner - Erlebnis der Berge" im Museum Stihl in Waiblingen zu besuchen. Zu sehen waren Exponate des E.L.Kirchner Museums in Davos aus der Zeit ab 1918, vornehmlich Arbeiten auf Papier (Drucke, Zeichnungen, Skizzen), eine Serie von schwarz-weiß Fotografien, sowie ein Ölbild.
Kirchner war damals aus gesundheitlichen Gründen in die Schweiz gezogen und lebte dort in der Nähe von Davos. Die Ausstellung auf relativ kleinem Raum zeigte einen sehr heterogenen Ausschnitt aus dem Werk Kirchners, nicht nur hinsichtlich der angewendeten Techniken, sondern auch in der Qualität.
Starke Arbeiten und leider reichlich schwache, teilweise amateurhaft aquarellierte Zeichnungen wurden bunt gemischt dargeboten. Den qualitativ besten Eindruck hat bei mir eine Reihe von sehr schönen Holzschnitten hinterlassen. Auch die von Kirchner aufgenommenen Fotografien waren sehenswert, während die Lithographien und Radierungen wenig überzeugend waren.
Die Exponate gaben ein beredtes Zeugnis davon, dass sich Kirchner in seinem Schweizer Refugium zwar gegen den Verlust seiner künstlerischen Fähigkeiten gewehrt hat, aber letztlich diesen Kampf tragischer Weise verloren hat.
Die im Gegensatz dazu aufgesetzte Art und Weise der Präsentation im Museum Stihl wurde von mir als sehr irritierend empfunden. Anstatt die verzweifelte Situation des physisch wie psychisch schwer angeschlagenen Künstlers zu würdigen oder auch nur anzudeuten, versuchte die Ausstellung Kirchner ganz im Sinne seiner eigenen, selbst noch in Tagebüchern aufrecht erhaltenen Selbst-Inszenierung, als das durch Krankheit geläuterte und durch die Idylle der Bergwelt und das einfache Leben der Bauern zu erneuter Blüte inspirierte Künstlergenie darzustellen. Vergessen und ausradiert sind da die Schrecken des Krieges, die Krankheit und Drogensucht. Der tragische Selbstmord des Künstlers im Jahr 1938 wirkte vor dem Hintergrund der "cleanen" Ausstellung völlig unpassend und geradezu grotesk. Da lebt jemand im Paradies und erschießt sich dann, weil alles so schön ist?
Die Wände des Ausstellungsraums waren mit Zitaten von Kirchner über Kirchner dekoriert, so z.B: „Schon die ersten (…) Holzschnitte, die Kirchner 1917 machte, zeigen deutlich, dass der Künstler in den Bergen und ihren Bewohnern einen seiner Begabung würdigen Gegenstand gefunden hatte (…). „ Wohlgemerkt, dies ist was Kirchner, der Großstädter, zehn Jahre nach seinem Umzug über seinen "Neuanfang" in der Schweiz über sich selbst schreibt. Man darf sehr wohl annehmen, dass Kirchner sich im Klaren über seine Situation als Mensch und Künstler gewesen sein muss. Nichts anderes kann ihn dazu veranlasst haben, solche beschönigenden Statements über sich selbst abzugeben.
In dem zur Ausstellung erschienenen Katalog ist das mir unverständliche Bemühen, das Klischee vom Künstlergenie im Bergidyll aufrecht zu erhalten, nachlesbar dokumentiert. Hier eilt der Künstler von einem schöpferischen Höhepunkt zum anderen, eignet sich die Bergwelt und das karge Leben seiner Bewohner genial an und schafft Meisterwerke in Reihe. Dann im Jahre 1938, so die lapidare Zeittafel, „steigert sich die Angst vor einer deutschen Invasion ins Paranoide. (..) Am 15. Juni erschießt er sich.“ Die heilsame Macht des von Kirchner beschworenen Bergidylls versagt urplötzlich ohne jede Ankündigung?
Nach meiner Auffassung hätten sowohl der Künstler als auch das Publikum eine tiefer gehende und glaubwürdigere Aufarbeitung des Themas verdient. Den letzten Lebensabschnitt dieser herausragenden Künstlerpersönlichkeit, die letztlich von den Grässlichkeiten des ersten Weltkrieges physisch und psychisch zerstört wurde, als fröhlichen Höhepunkt des Schaffens in der Bergwelt darzustellen, erscheint mir mehr als fragwürdig. Schade, hier wurde meines Erachtens eine Chance vertan. Warum und Wozu ?
Freitag, 23 Januar, 2009
Edouard Vuillard - Staatliche Kunsthalle Karlsruhe - Verstoß gegen das Portraitverbot

An diesem Wochenende ist die Ausstellung Edouard Vuillard noch zu sehen. Die Ausstellung ist ansprechend gestaltet und sämtliche Exponate sind in einem kleinen Begleitheft, das man zusammen mit der Eintrittskarte bekommt, dokumentiert.
Am vergangenen Wochende herrschte Hochbetrieb der Generation 50+ , die Sauerstoffkonzentration in den Ausstellungsräumen war, nicht zuletzt wegen zwei geführter Besuchergruppen, auf ein Minimum abgesunken. Die Aussicht auf die Exponate wollte zudem teilweise erkämpft und verteitigt sein. Dennoch, der Besuch war interessant und lohnend. Neben Vuillard waren einige Grafiken von Zeitgenossen wie Bonnard zu sehen. Im Laufe der Betrachtung tritt allerdings der dekorative Charakter der Arbeiten Vuillards doch ziemlich auffällig zutage. (Stichwort Nabis)
Im letzten Kabinett sind die Prunkstücke der Ausstellung zu sehen : großformatige Darstellungen der Place Vintimille. Interessanterweise wurde vom Publikun die ca.2 Meter breite, von maigrünen Farbtönen beherrschte, Pastellstudie am meisten bewundert. Diese Arbeit ist eher als Entwurf zu betrachten, wird aber nicht als solcher bezeichnet und offensichtlich auch so nicht wahrgenommen. Derartiges geht beim Publikum herunter wie Öl, wenn ein großer Name am Eingang plakatiert ist, wird allerdings unfertiges von Zeitgenossen präsentiert wird dies mit Kennerschaft als Geschmier gegeisselt.
Im Anschluss an den Ausstellungsbesuch verstiess der bloggende Künstler, verlockt durch den enormen Beifall für freie Entwurfsarbeiten, mit großem Vergnügen gegen das schon seit geraumer Zeit bestehende Portraitverbot. Mit Hinweis auf die in historischen Zeiträumen zu erwartenden, posthumen Lorbeeren für die Beteiligten konnten jedwede, über den Schaum einer Tasse Cappuccino hinweg vorgetragenen Einwände, abgeschmettert werden.
Mittwoch, 24 September, 2008
"Jakob Bräckle - die Anmut des Einfachen"

Vergangenen Samstag haben wir einen Rundgang durch die Ausstellung von Arbeiten des oberschwäbischen Landschaftsmalers Jakob Bräckle in der Galerie Schlichtenmaier,Stuttgart, gemacht.
Unter dem Titel "Jakob Bräckle - die Anmut des Einfachen" werden Arbeiten aus verschiedenen Werkphasen bis 18.10. am kleinen Schloßplatz in Stuttgart gezeigt. Bräckles gegenständliche Malerei aus den 30er bis 50er Jahren erscheint auf den ersten Blick ziemlich unbeholfen, ja manchmal fast amateurhaft bis naiv. Bei genauerer Betrachtung stellt sich dann aber heraus, daß Bräckle seine Landschaft sehr genau beobachtet und ziemlich raffiniert im Bild dargestellt hat.
Vor allem seine Winterlandschaften sind eindrucksvolle Lehrstücke in Sachen Farbe und Pinselduktus. Die Wirkung der meist kleinen Formate ist sehr eindrücklich, sogar bei der Betrachtung im Internet wird etwas davon vermittelt. Bräckle hat in unglaublicher Zähigkeit und Ausdauer etwas Einmaliges geschaffen, das die Zeit überdauern wird. Dies ist sicher der Grund, warum auch heute noch Bräckle`s Arbeiten so hoch im Kurs stehen. Das sicher populäre Sujet und das Image des einsiedlerisch , Zen meditierenden Sonderlings, der kleine Bildchen draußen in der Landschaft malt, reichen nicht aus, um die Anziehungskraft zu erklären. Die wird sichtbar in den Bildern, in der Qualität des Werkes.
Nächsten Samstag schaue ich mir die Ausstellung nochmals an.
Sonntag, 11 März, 2007
Begleitheft zur Ausstellung "Stadtlandschaft Stuttgart" erschienen
Sonntag, 18 Februar, 2007
Ausstellung: "Stadtlandschaft Stuttgart" im Buchreff: Büchergilde, Willi-Bleicher-Str.20, 70174 Stuttgart
Die Vorbereitungen für die Ausstellung "Stadtlandschaft Stuttgart" sind in vollem Gange. Plakate und Einladungskarten sind gedruckt und warten auf die Plazierung und Verteilung ca. 3 Wochen vor dem geplanten Werkstattgespräch am 24.März 2007. Der Text für die zur Ausstellung erscheinende Broschüre (A4) über das seit Anfang letzten Jahres geführte Skizzenbuch ist bereits fertig. Jetzt müssen noch einige Seiten des Skizzenbuchs gescannt und für den Druck vorbereitet werden.
Die Daten der Ausstellung:
Werkstattgespräch: 24.März 2007 ab 16.00h
Eröffnung der Ausstellung: 14.Mai. 2007 18.00h
Ausstellungsdauer 14.5.2007-07.07.2007
Ort:
Buchtreff Büchergilde Stuttgart
Willi-Bleicher-Straße 20
70174 Stuttgart
Montag, 18 Dezember, 2006
Ausblick für 2007 - Ausstellungsprojekte der Edition Handdruck
Stadtlandschaft Stuttgart
Im Mai 2007 soll die Ausstellung mit dem Titel "Stadtlandschaft Stuttgart" in der Büchergilde Stuttgart stattfinden. In den Wintermonaten wird der Schwerpunkt der Atelierarbeit in der Umsetzung von Skizzen in Grafiken (Monotypien) zu diesem Projekt liegen. Mit den Aussenarbeiten werde ich im Februar/März fortfahren. Es sollen noch ca. 15-20 Skizzen entstehen.
Image Maulbronn -Stadt ohne Kloster?
Ende September wird eine Ausstellung in der Postscheuer,Maulbronn, stattfinden. Neben Monotypien möchte ich auch Zeichnungen, Ölbilder und Ölpastelle zeigen.In den zurückliegenden 4-5 Jahren ist eine beträchtliche Anzahl von Maulbronn Bildern entstanden. Bis zum Herbst 2007 möchte ich die Auswahl noch durch einige Arbeiten ergänzen. Ich möchte Bilder der Stadt ohne die bekannten Klosteransichten zeigen. So soll ein etwas anderes Bild=Image der "Stadt Maulbronn" entstehen mit Schwerpunkten ausserhalb des gewohnten Image der Klosterstadt. Die Ausstellung kann als ein Versuch gesehen werden, das in den Köpfen der Besucher vorhandene Image der Stadt Maulbronn zu ergänzen oder zu verändern und das Nachdenken über die eigenen "Images" über Landschaften und Orte anzuregen.
Ein Jahr im Weinberg,Freudenstein Hohenklingen
Für das Jahr 2008 ist ein Ausstellungsprojekt zusammen mit der Winzergenossenschaft Freudenstein-Hohenklingen geplant. Die Idee zu diesem Projekt kam von Dieter Epple dem Vorsitzenden der WG Freudenstein-Hohenklingen. Der Weinbau prägt auch heute noch die Stromberglandschaft. In besonderer Weise ist dies in den von Rebhängen umgebenen Orten Freudenstein und Hohenklingen zu beobachten. Ich will versuchen, den kompletten "Jahrgang 2007" in den Rebhängen am Hollerstein,Hatzenloch, im Kessel und am so genannten Hauswengert als Zeichner und Grafiker zu begleiten. Mit den Skizzenbuchstudien zu diesem Projekt werde ich noch im Dezember beginnen.
Diese Ansicht von Hohenklingen habe ich im Januar 2006 aufgenommen. Im Hintergrund sieht man den Hauswengert.Es werden nicht mehr alle Terrassen für den Weinanbau genutzt.