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Dienstag, 13 Juli, 2010
Die Edition Handdruck war wieder einmal unter den Besten des Tages! Waiting for Payday!
Waiting for Payday by editionha
TBA oder Todays Best Award heisst so etwas auf Zazzle. Das passiert mir derzeit mit schöner Regelmäßigkeit. Zazzle (Link zum Shop der Edition Handdruck) explodiert förmlich. Die Möglichkeit mit geringem Aufwand personalisierte Produkte nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere verfügbar zu machen, lockt immer mehr Nutzer mit unterschiedlichsten Interessen und gestalterischen Voraussetzungen an. Der Wettbewerb scheint brutal. In den vergangenen 12 Monaten ist die Anzahl der angebotenen Produkte um 50% gestiegen von ca. 20 Billionen auf über 30 Billionen (ja wirklich Billionen, kein Witz oder nur Millionen!). Immer mehr professionelle Graphikdesigner aus aller Welt nehmen die angebotenen Möglichkeiten wahr. In diesem gigantischen Warenstrom hat die Edition Handdruck zum wiederholten Male eine Auszeichnung gefischt. Let`s celebrate, der nächste Zahltag kommt bestimmt!
Mittwoch, 21 April, 2010
Das kann doch alles nicht wahr sein! Graf Dracula lebt - das letzte aus Onkel Herbert's Hobbykeller oder der singende Teekannenwärmer
War das, ist das oder kann das Kunst sein? Herr Bäcker bitte ans Seniorentelefon! Unbedingt geniessen solange der Vorrat reicht.
Donnerstag, 18 Februar, 2010
Was ist Kunst, wer ist ein Künstler ? Eine neue Antwort aus der Geschäftswelt der USA, Seth Godin.
Das neueste Buch von Seth Godin heisst "Linchpin" und darin geht es um Künstler oder besser darum, wer Künstler ist und was unter Kunst zu verstehen ist. Auf verschiedenen Internet Plattformen wurde das Buch besprochen und die Videointerviews mit Seth Godin folgen alle der gleichen Struktur. Das meiner Meinung nach beste Interview hat David Meerman Scott geführt. Gefunden habe ich das Interview auf posterous.com (link: http://pmvazquez.posterous.com/thoughts-on-becoming-a-lynchpin-a-change-make).
David Meerman Scott interviews Seth Godin from David Meerman Scott on Vimeo.
Für Seth Godin besteht Kunst darin, jemandem ein Geschenk zu machen, das den Beschenkten verändert. Out of the Box zu denken, wie es zum Beispiel Joseph Beuys getan habe, erscheint Godin jedoch zu extrem. Vielmehr würden (sollten) erfolgreiche Künstler an den Rändern der Box denken und arbeiten, um nicht ins Bodenlose zu fallen.
Es scheint, daß Businessleute nun den Beruf des "brotlosen" Künstlers für sich entdeckt haben und die Brotlosigkeit sogar als ein Erfolgsrezept sehen, frei nach dem Motto:"Geben ist seliger denn nehmen". Diejenigen, die diese Idee propagieren können es sich leisten, das steht in jedem Fall fest. Ist die Idee deshalb aber auch falsch ?
Geben ist Angeln, lautet angeblich ein italienisches Sprichwort.(Quelle:Volker Faust ,Psychiatrie heute ) Vielleicht liegt eine Erklärung in diesem Sprichwort.
Künstler winken müde lächelnd ab, wenn die Frage, was ist Kunst, gestellt wird. Das interessiert schon lange nicht mehr. Vielmehr beschäftigt Künstler die Frage, wie man etwas als Kunst verkaufen kann. Die Stuttgarter Zeitung und die Galerie Friese betreiben eine Gesprächsreihe. Demnächst wird das Gespräch mit Herrn Butzer geführt, der zu seinem jüngsten Radierzyklus auch einen Text geliefert hat. Herr Butzer zieht das Fazit :"Kunst soll nicht traurig machen, sondern reich". Der Kunstsammler kann sich durch Erwerb von Kunst seiner Sorgen und Ängste entledigen und erwirbt inneren Reichtum, während der Künstler, der diesen Reichtum zu befördern weiss, durch Erhalt des Kaufpreises in Geld zu materiellem Reichtum gelangt. Eine ideale Kombination bei der jeder der Beteiligten das gewinnt, was er nicht hat und alle werden glücklich.
Seth Godin wird dies wahrscheinlich nicht unbedingt so sehen, denn er weiss es ja besser: Kaufen macht nicht wirklich glücklich.
Dienstag, 21 Oktober, 2008
Betacity ist unverzichtbar ! Kann man Kunst lernen ?
Per Rohrpost über Betacity zum Mitschunkeln ! Kann man Kunst lernen ? 98% der Absolventen unserer Kunstakademien scheitern im Beruf d.h. Sie können sich nicht in dem gewählten Beruf behaupten. Am Ende steht die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen! Auch wird die Frage diskutiert, wo ist denn die Kunst abseits des großen Marktes oder gibt es sie dort überhaupt und ist das was es am Markt gibt auch noch Kunst ? Jede Menge Bonmots zum Künstlerdasein !
Das Gespräch erinnert mich an putzige Ausstellung der Absolventen der Karlsruher Akademie vor einigen Jahren: Da hatte einer der jungen Künstler einen Wasserbohrer, eine herabhängende Bohrmaschine, deren Bohrspitze sich in einem Eimer Wasser drehen konnte, als Abschlussarbeit beigesteuert.
Montag, 20 Oktober, 2008
Aus dem Leben eines Künstlers - Marcel Bascoulard
(As soon as he left the gallery collectors pounced upon his works like vultures)
Heute geht es um Marcel Bascoulard (1913-1978), einen Sonderling und Zeichner. Erst nach der Ermordung in seiner aus Holz und Pappe gebauten Behausung am Stadtrand von Bourges wurde der bis dahin als Sonderling betrachtete Zeichner bekannt.
Der Verlag Buchet-Chastel hat in Band No.2 der Le Cahier Dessine eine Portrait mit vielen Abbildungen im Jahr 2003 veröffentlicht. Bascoulard zog auf einem selbst gebauten Dreirad und seltsam gekleidet durch die Strassen von Bourges. Angeblich ab 1934 hat er die Stadt in zahlreichen, vor Ort erstellten, enorm detaillreichen Zeichnungen festgehalten. Ausgehend von einem Liniengerüst (Konturen) wurde die Zeichnung immer weiter verdichtet bis zuletzt ein nahezu fotografisch genaues Bild entstand. Bascoulard hatte seine Hand wohl derartig trainiert, daß er Perspektive und Proportionen mit großer Genauigkeit wiedergeben konnte, ohne dabei irgendwelche Hilfsmittel ja nicht einmal ein Zeichenbrett zu benötigen.
Nach seinem Tode wurden seine Arbeiten als Raritäten ausserordentlich begehrt. Gerade zu als wundersam, darf da die Auktion auf EBAY gesehen werden, bei der eine Bascoulard Zeichnung heute für €556.- verkauft wurde, denn eigentlich sind diese Arbeiten nicht verfügbar. Das lausige Foto lässt viele Fragen offen. Leider kann man weder die Signatur noch das genaue Datum, geschweige irgendwelche zeichnerischen Details klar erkennen.
Im Netz gibt es leider nicht sehr viel an Bildmaterial zu sehen. Die Funktionsweise der Webseite unter http://berrichou.free.fr/bascou ist mir nicht ganz klar. Aber durch Anklicken der Bilddateien findet man schliesslich einige Beispiele seiner Arbeiten.
Sonntag, 21 September, 2008
Alex Katz - jetzt hat es ihn erwischt - hat die Arschkarte in der Kunstzeitung gezogen
Jetzt hat es also Alex Katz erwischt. Auf ihn ist die Kontroversen-Arschkarte in der neuesten Ausgabe (9/2008) der K-Zeitung gefallen. Da haben sich die Macher eine hübsche Sudelecke ausgedacht. Hier darf jeder mal fröhlich draufhauen :"Hau den Lukas !" Das muss wohl Spaß machen, jedenfalls grinsen alle Beteiligten auf den Bildchen fröhlich vor sich hin. Für den Leser ist es aber völlig uninteressant auf diesem Niveau Mitteilung zu erhalten,wer von den Damen und Herren den Künstler "xy" mag oder nicht. Einige blamieren sich mit ihrer Schreiberei bis auf die Knochen. Aber zum Insider mit Consultingkompetenz für den Kunstmarkt reicht das allemal,was will man mehr.
Dieser Beitrag wurde zur Blutdrucksenkung geschrieben.
Montag, 07 Juli, 2008
Independent collectors - oder wo sind die Kunstsammler ?
Als Künstler fragt man sich nicht nur gelegentlich, sondern ganz professionell, wo sind die Sammler ? Eine Antwort darauf könnte in Zukunft lauten : bei den "Independent Collectors" . Eine interessante Idee ist es schon, einen Sammlerclub im Internet ins Leben zu rufen. Ich bin gespannt was daraus wird. In der Regel sind Sammler eher Einzelgänger und lassen sich ungern in die Karten schauen, hinzu kommen die Risiken des Datenschutzes, die ebenfalls nicht zu unterschätzen sind.
Das Angebot wird ganz sicher eher junge Leute,die mit dem Sammeln beginnen ansprechen,was ich für eine sehr gute Sache halte. Abgesehen von den genannten Schwierigkeiten kann man sich mit etwas Phantasie sehr wohl den Nutzen für Sammler vorstellen. Bemerkenswert erscheint mir, daß der Stellenwert von Galerien auch von den jungen Machern offensichtlich noch sehr hoch angesetzt wird.
Im derzeitigen Zustand des traditionellen Kunstbetriebes, der vom Künstlerstar und dem Erhalt des Starsystems lebt, müssen Galerien die Exklusivität Ihres Angebotes wahren. Das heisst alle anderen Künstler und das sind die meisten, die nicht innerhalb des Exklusivmarkts verwertet werden sollen, müssen wirksam vom Zugang ausgeschlossen werden.
Schlaue Sammler sind gut für Künstler und gerade für diejenigen ohne Galerievertretung. Neuer Schwung im Kunstmarkt kann aus meiner Sicht aus einem engeren, direkten Kontakt zwischen Sammlern und Künstlern selbst entstehen d.h. beim Blick über den begrenzten Tellerrand der Galerien hinaus. Sonst bleibt alles beim alten.