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Mittwoch, 11 November, 2009
Saint Donat - frühe Romanik in der Provence
Mit gespannter Erwartung machten wir uns auf den Weg nach Saint Donat. Den Schilderungen unserer Reiseführer zufolge erwartet den Besucher von Saint Donat etwas ganz besonderes.
Über die N100, die Hauptstrasse im Tal der Durance geht der Weg in Richtung Sisteron, vorbei an Peyruis und der Abzweigung zur Abbaye Ganagobie, dann biegt man ab auf die N101 in Rictung des Lure-Gebirges. Nach kurzer Fahrt sieht man das Kirchenschiff von St. Donat auf einem Hügel aus den Eichenwäldern hervorragen. An einer scharfen Strassenkehre kann man das Fahrzeug zurücklassen und auf einem steinigen Weg zur Kirche aufsteigen.
Das Kirchenschiff ist durch Gitterstäbe verschlossen, ein stiller Ort mit besonderer Atmosphäre. Im Umkreis sind noch Überreste des ehemaligen Klosters zu erkennen. Der Kirchenbau beeindruckt durch die schlichte Bauweise und harmonische Geometrie. Die Sonne wandert schon recht schnell am Nachmittag, wir beobachten mit Muße das Spiel von Licht und Schatten im Inneren. Zauber des Ortes beginnt zu wirken. Eine Aquarellskizze auf Knien ist schnell und spontan entworfen, das Thema : Leuchtender Stein gerahmt von Eichen und Gestrüpp gegen den blauen Himmel. Unbemerkt ist reichlich Zeit vergangen wie wir erstaunt beim Blick auf die Uhr feststellen, beim Abstieg beschliessen wir wieder zu kommen.
Der 1953 geborene Künstler Mauricio Bonato hat eine beeidruckendes Projekt aus Photoserie, Malerei und Video : Saint Donat betreten ins Netz gestellt. Diese Arbeiten vermitteln einen starken Eindruck des Ortes.