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Sonntag, Februar 01, 2009

Piranesi Paraphrase No.30 Vedute - Veduta degli avanzi del Tablino della Casa Aurea di Nerone, detti volgarmente il Tempio della Pace.

Veduta degli avanzi del Tablino della Casa Aurea di Nerone - Piranesi Paraphrase Edition Handdruck

Von der Maxentius Basilika sind nur noch Bruchstücke, drei Seitenschiffe, übrig geblieben (Maxentius Basilika heutiger Zustand). Piranesi hat dieses Bauwerk aus verschiedenen Perspektiven dargestellt. Damals wurden diese Ruinen für Teile der legendären Casa Aurea des Kaiser Nero gehalten.

Mittwoch, August 22, 2007

Piranesi Paraphrasen in Monotypien - eine neues Projekt der Edition Handdruck

Piranesi Paraphrase 001

Vor einigen Wochen habe ich eine neue Serie von Monotypien begonnen, die sich ausschliesslich mit den römischen Architekturstudien des Giovanni Battista Piranesi (1720-1788) beschäftigt. Im Frühjahr diesen Jahres konnte ich einige der Grafiken im Original sehen. Abgesehen von der Wirkung durch die teilweise ungewöhnlich großen Formate der Platten/Drucke, hat mich die ungewöhnliche Intensität der Darstellung sehr beeindruckt. Die in der Literatur immer wieder beschriebene, für die damalige Zeit revolutionäre Art der Darstellung und bis heute unübertroffene Qualität architektonischer Darstellungen wurde mir dadurch erst bewußt. Durch die Betrachtung von kleinformatigen Reproduktionen ist die Wirkung dieser unglaublichen Grafiken kaum nachzuvollziehen. Hinzu kam die für den heutigen Betrachter fast surreale Wirkung der Darstellung der antiken Ruinen in denen die dargestellten menschliche Figuren wie verloren in einer unwirklichen Phantasielandschaft erscheinen. Bekanntermaßen hat sich Piranesi vor allem bemüht durch seine Kunst die Überlegenheit der etruskischen und römischen Architektur gegenüber der griechischen Antike unter Beweis zu stellen. Heute wirken diese Darstellungen eher wie ein grandioser Abgesang auf den Untergang des römischen Reiches.

Piranesi hat insgesamt 135 Radierungen unter dem Titel "Vedute di Roma" publiziert. In diesem Projekt werde ich versuchen, diese Serie nach und nach in Monotypien umzusetzen und mich mit dem Werk und Leben Piranesis beschäftigen.

Als erstes Motiv habe ich eine Ansicht des sog. Friedenspalastes (Maxentius Basilika), der zur Zeit Piranesis dem sagenhaften Domus Aurea (doldenen Haus) des Kaisers Nero zugeschrieben wurde, ausgewählt. Hier lassen sich Piranesis auffallendste Stilmittel exemplarisch studieren: Verzerrung der Proportionen und Perspektive und übersteigerte,dramatische Beleuchtung mit harten Schatten. Der vorderste Gewölbebogen sprengt das Blattformat und nimmt fast zwei Drittel des Blattes ein, die beiden anderen Bögen werden dagegen stark perspektivisch verkleinert. Zusammen mit den im Verhältnis winzigen Figuren wird so die Architektur ins Monumentale und die räumliche Tiefenwirkung gesteigert. Der Standpunkt des Betrachters ist zwar deutlich erhöht,dennoch liegt der größere Bildanteil über der Augenlinie . Die Gewölbe sind durch markante in 45° einfallende Schatten verdunkelt. Das Mauerwerk erscheint im grellen Licht wie ausgebleicht. Verstärkt wird der monumentale Effekt durch den riesigen Bodenschatten.